Ein Meilenstein: 200
Schweizer Bauern haben sich zu einem Lebenshof umgewandelt - TransFARMation

Ich möchte dir ein paar Lebenshöfe in der Schweiz und Deutschland vorstellen, die noch vor kurzem ihre Tiere zum Schlachten gebracht haben, aber ihre Liebe und die Verbindung zu ihren Tieren wurde immer stärker.

Viele haben das Gefühl, dass den Bauern egal ist, wenn Ihre Tiere zum Schlachten gebracht werden. Das stimmt so nicht. Sie leiden genau so wie die Tiere. Deshalb transformieren sich immer mehr Bauernhöfe zu Lebenshöfe.

VOM DENKEN INS HANDELN

Lebenshof KuhKlang von Reinhold Baumann
www.lebenshof-kuhklang.de

Eigentlich wollte er nur die Stallarbeit erledigen, doch dann kam Nora.

Wo früher Milch floss, fliesst heute Frieden. Manchmal braucht es nur ein Herz, dass den Weg zeigt.

Der Hof wird von Reinhold Baumann geführt. Es ist sein Hof. Er hat ihn von seinem Vater in 13. Generation als Milchviehbetrieb übernommen und erstmals umgestellt auf Bio. Reinhold hat aber sehr sehr schnell gemerkt, dass er das nicht mehr tun kann… er war psychisch fertig. Das Wegnehmen der Kinder und sich immer wieder von einer Kuh verabschieden zu müssen ging nicht mehr.

Er hat es auch nie übers Herz gebracht, sie wegzufahren - das hat nach wie vor sein Vater gemacht. Ab 2019 hat er die Kühe nicht mehr besamt und nach und nach abgemolken. 2021 war es dann so wenig Milch, dass er dem Milchwagenfahrer gesagt hat, dass er nicht mehr kommen braucht.

Seit 2025 ist KuhKlang ein eingetragener Verein.

Mehr über die Wünsche von Reinhold und seinem Team
Mehr zu Hof-narr.ch

Lebenshof Änzi von Michèlle und Daniel
www.lebenshof-änzi.ch

Mit der Zeit stellte Daniel fest, dass der konventionelle Weg nicht mehr zu seinen Werten passte. Der Umgang mit Tieren zur Fleischproduktion und die Vorstellung, sie zur Schlachtung zu bringen, belasteten ihn zunehmend. 
Besonders die Behandlung männlicher Tiere, die ausnahmslos bereits in ihrem ersten Lebensjahr den Hof verlassen mussten, empfand er als nicht richtig.

 

Daniel fragte sich, ob es wirklich so weitergehen muss – und die Antwort war für ihn klar: Nein. Er und seine Frau Michèlle wollten einen neuen, respektvollen Weg einschlagen. 

So entschloss er gemeinsam mit Michèlle, den Hof in einen Lebenshof umzuwandeln – einen Ort, an dem Tiere nicht länger als Produktionsmittel dienen, sondern in Würde leben dürfen.

Mehr über die Wünsche von Daniel und Michèlle